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BASEL SETZT AUF EMISSIONSFREIE ABFUHR

GEMEINDE LANDSBERG Toilettenpapier für zwölf Jahre beschafft DÜNN, ABER HERZLICH:

Die Stadt Basel plant im Bereich der Müllentsorgung

zunehmend Elektrofahrzeuge ein.

 

Der Große Rat, das Kantonsparlament der Stadt, genehmigte kürzlich den Erwerb von 20 E-Lastern, eine Beschaffung mit einem Gesamtvolumen von 19,11 Millionen Franken (knapp 17 Mio. Euro) inklusive der notwendigen Ladestationen.

Die ersten neun Fahrzeuge sollen ab 2021 ausgeliefert werden, eine entsprechende Ausschreibung ist in Arbeit. Diese soll modellneutral, also auch für neue Anbieter offen sein. Dennoch dürfte der „Futuricum Collect 26E“ der Schweizer Firma Designwerk ein Favorit auf den Zuschlag sein. Das 26 Tonnen schwere Modell (allein die Batterien wiegen 2,2

Tonnen) ist der erste vollelektrische Mülllastwagen der Schweiz und wird derzeit auch in Frankfurt und Mainz getestet. Das Fahrzeug ist in der

Anschaffung zwar doppelt so teuer wie ein herkömmliches Dieselfahrzeug, punktet aber neben Emissionsfreiheit und deutlich größerer Laufruhe mit günstigen Betriebskosten, sodass die Lebensdauerkosten nur gut ein Drittel über denen üblicher Modelle liegen. Die Reichweite der

E-Fahrzeuge, sie beträgt 150 bis 200 Kilometer, dürfte kein Problem sein: Nach Informationen der Zeitung bz Basel sind die städtischen Mülltouren im Schnitt 48 Kilometer lang. Sollten Ausschreibung, Lieferung und Betrieb die Erwartungen erfüllen, will Basel auch die restlichen 240 Fahrzeuge des städtischen Tiefbauamtes durch E-Fahrzeuge ersetzen. Bis zum Jahr 2025 soll diese Umstellung zu 90 Prozent vollzogen sein.

 

Sie haben für unsere Sekretariate Schreibmaschinenpapier eingekauft?“

– „Ja, mit einer Einsparung von über 50 Prozent!“ – „Auch wohl ein bisschen im Voraus?“ – „Ja, für zirka 40 Jahre …“ Dieser Dialog mit dem Generaldirektor der Deutschen Röhren-AG ist für deren Chefeinkäufer

Heinrich Lohse im Film „Pappa ante portas“ der Anfang vom

Ende der beruflichen Laufbahn. Ein Mitarbeiter der Verwaltung im bayerischen Fuchstal (Kreis Landsberg/Lech) kam vor knapp 13 Jahren glimpflicher davon, nachdem er für die 4.000-Seelen-

Gemeinde eine komplette Lkw-Ladung Toilettenpapier bestellt hatte. Ein Versehen, das zumindest finanziell ein gutes

Ende nahm: Wegen des damals günstigen Holzpreises sparte sich Fuchstal, so berichtete die Regionalzeitung Kreisbote,

auf diesem Weg etwa 1.000 Euro. Erst vor kurzem, also nach mehr als

zwölf Jahren, war der Vorrat aufgebraucht. Das lag auch daran, dass der

Besteller, in diesem Fall absichtlich, die besonders preisgünstige einlagige

Version geordert hatte. Die Folge laut Kreisbote-Recherchen: Einige

Mitarbeiter brachten von daheim ihr eigenes, deutlich flauschigeres, Toilettenpapier mit. Welche Lehren hat die Gemeinde Fuchstal

aus der Klopapier-Causa gezogen? Gemischte, kann man sagen. Laut

Bürgermeister Erwin Karg wurde nämlich erneut eine Großbestellung aufgegeben, diesmal wählte man allerdings zweilagiges Papier. Im Prinzip und im Sinne einer kostengünstigen öffentlichen Beschaffung hatte der Mitarbeiter ja auch vor 13 Jahren, im Gegensatz zum von

Loriot herrlich verkörperten Industrie- Einkäufer Lohse, vieles richtig gemacht.

 

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