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Windenergie: Preisverfall durch Ausschreibungen

Kritik an Windenergie-Ausschreibung

05.09 - Nach der 2. Windenergie-Ausschreibung werden die kritischen Stimmen innerhalb der Branche immer lauter. Seit Jahresbeginn und der Umstellung zur wettbewerblichen Preisfestlegung durch die Beteiligung der Windparkplaner an öffentlichen Ausschreibungen ist ein drastischer Preisabfall - von 6 auf knapp 4 Eurocent je Kilowattstunde – zu verbuchen. Die Bundesnetzagentur vergab in diesem Fall den Zuschlag an 67 Gebote mit einem Umfang von 1.013 MW. Den Zuschlag bekamen somit jene Windenergieanbieter, die mit dem niedrigsten Preis ins Rennen gingen. 90 Prozent der Zuschläge gingen an Bürgerenergiegesellschaften – 37 davon unter der Beteiligung des Projektierers UKA aus Meißen, auf den zusätzlich fünf weitere Zuschläge ohne Bürgerenergiegesellschaften entfielen.

Wie IWR-Online Nachrichten berichtet, macht auch der Gewinner UKA auf die Risiken dieses Verfahrens aufmerksam: Die Chance auf einen Zuschlag ohne die Privilegien der Bürgerenergiegesellschaften, die momentan noch keine Genehmigung nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz (BImschG) vorweisen müssen, ist äußerst gering – vor allem für private Investoren. Somit kann weder die Erhaltung von Divergenz der Akteure aufrechterhalten noch die regional gleichmäßige Verteilung gewährleistet werden.

Über die Folgen dieser Entwicklung sprachen unlängst 160 Vertreter der Windbranche an der diesjährigen Veranstaltung windWert, die zum 7. Mal in Kiel stattfand – organisiert von der Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE-SH). Diese unterstützen innovative Entwicklungen hinsichtlich erneuerbarer Energieträger, insbesondere auf regionaler Ebene.

Thema war beispielsweise die Frage, inwieweit die neuen Windenergie-Ausschreibungen mit ihren geringen Gebotshöhen zu einer Monopolisierung innerhalb der Branche führen könnten, aber auch, ob sich zukünftig die niedrigen Preise durch innovative Maßnahmen in der Windparkbetreibung dennoch im Rahmen des Möglichen bewegen. So besprachen die Teilnehmer der Konferenz neue Möglichkeiten der Verknüpfung von Herstellern erneuerbarer Energien und Verbrauchern aus der Industrie sowie die dafür notwendige Überbrückung gesetzlicher Hindernisse.

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