Login
Close

Rechnungshof: Hamburg hat richtig Geld verpulvert

Dass Kaufleute mit Geld umgehen können, möchte wohl jeder erwarten. Ganz besonders, wenn die Kaufmannschaft auf eine Jahrhunderte alte und lukrative Tradition zurückblicken kann, wie in der Freien und Hansestadt Hamburg. Doch wie der Jahresbericht des Rechnungshofes der FHH belegt, haben sich die Hanseaten 2016 richtig schröpfen lassen, was jede Krämerseele schmerzen sollte.

In dem Bericht ist von Mängeln im Haushalts- und Rechnungswesen sowie bei der Beachtung von Entscheidungs- und Beteiligungsrechten der Bürgerschaft, also das Landesparlament des Bundeslandes Hamburg, die Rede. Zitat: „Die Überprüfung von Kennzahlen hat gezeigt, dass gegenüber der Bürgerschaft dargestellte Kennzahlen-Istwerte – teilweise im erheblichen Umfang – nicht korrekt sind.

Bei der Bewilligung von Mitteln für Baumaßnahmen, insgesamt in einer Höhe von 1,8 Milliarden Euro, wurde die Bürgerschaft überhaupt nicht dem Gesetz entsprechend involviert. Die muss nämlich jede Baumaßnahme ab 6 Millionen Euro bewilligen.

Baumaßnahmen werden bei Mauscheleien und Intransparenz fast immer teurer als geplant. Auch für diese lange bekannte Tatsache präsentiert der Bericht ein geeignetes Beispiel; nämlich den Bau der Harburger Hafenschleuse, ein Projekt, das letztendlich dem Steuerzahler 160 Prozent mehr kostete, als man bei der Planung unter dem Strich zusammenaddiert hatte. Die Ursache wird von den Experten des Rechnungshofes eben darin gesehen, dass die Bürgerschaft nicht ausreichend einbezogen wurde.

Bei der Abrechnung von Asylunterkünften hat man die Hanseaten anscheinend auch ordentlich über den Tisch gezogen, wie der Bericht detailliert anführt. Hat man in der alten Handelsstadt das kaufmännische Einmaleins vergessen?

Wer wissen möchte, was in der Elbmetropole verpatzt wurde und wo Verbesserungsbedarf von parteiunabhängigen Experten gesehen wird – oder sich nur mal wieder ärgern möchte - , dem sei der der Bericht als Lektüre anempfohlen, zu dem dieser Link führt.

 

Sie erhalten unseren Newsletter regelmäßig mit wichtigen Neuigkeiten.

0 Kommentare

Navigation
Copyright © 2018 www.supply-magazin.de Alle Rechte vorbehalten Über uns AGB Widerrufsbelehrung Cookies Mediadaten