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Networking für Nachhaltigkeit

Ein neues Forschungsprojekt der Universität Würzburg setzt sich das Ziel, Anbieter nachhaltiger, biobasierter Produkte und öffentliche Auftraggeber miteinander in Kontakt zu bringen. Trotz des bereits existierenden vielfältigen Angebots biobasierter Produkte auf dem Markt, werden Ausschreibungen aus der öffentlichen Hand in der Praxis nur sehr selten an Hersteller dieser auf Nachhaltigkeit angelegten Erzeugnisse vergeben. Das Vorhaben des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre unter der Leitung von Professor Ronald Bogaschewsky soll nun durch die Optimierung des Informationsaustauschs die Etablierung und damit Akzeptanz biobasierter Produkte verbessern. Finanziert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit knapp einer halben Million Euro.

Der angestrebte Projektablauf steht zunächst das Erfragen von Informationen bei den Akteuren selbst auf der Agenda: Bei den Anbietern von Bioprodukten soll in Erfahrung gebracht werden, welche Rolle öffentliche Aufträge für sie spielen, wie hoch ihre Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen ist und was sie möglicherweise an der Partizipation hindert. Auf Seiten der öffentlichen Auftraggeber wird erfragt, welche Wichtigkeit biobasierten Produkten zugeschrieben wird und durch welche Strategien in Zukunft die nachhaltige Beschaffung verbessert werden könnte.

In einem zweiten Schritt wollen die Wissenschaftler den tatsächlichen Informationsaustausch zwischen beiden Seiten durch eine Online-Plattform steigern. Das nötige Netzwerk wurde bereits vor knapp zehn Jahren ins Leben gerufen: das Verwaltungs- und Beschaffungsnetzwerk ist ein Spin-Off der Universität Würzburg und wird vom Fachbereich Betriebswirtschaftslehre gepflegt. Bereits 16.000 Mitglieder aus ca. 7000 öffentlichen Stellen nutzen die Social-Media-Plattform für Vergabestellen.

Mehr Infos: www.presse.uni-wuerzburg.de

Lesen Sie auch den Artikel: Das Facebook für öffentliche Beschaffer:

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