Login
Close

Hamburger Betriebe bewerten Auswirkungen der Energiewende positiv

Handelskammer veröffentlicht Hamburger Energiewendebarometer 2017 - Foto: fotolia.de - yui

Hamburg, 19. September 2017 – Die Hamburger Unternehmen bewerten die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich positiver als der Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem sechsten Energiewendebarometer hervor. „Die Energiebranche profitiert in dem dynamischen Umfeld durch hohe Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen“, sagt Jörg Dürre, Vorsitzender des Ausschusses für Energie. „Hamburger Unternehmen sehen in der Energiewende insgesamt weiterhin deutlich Wettbewerbsvorteile“. Bei einer Bewertungsbreite von -100 („sehr negativ“) bis +100 ( „sehr positiv“) bewertet die Hamburger Wirtschaft die Auswirkungen mit +6,3. Der Durchschnitt aller 80 deutschen IHKs liegt hingegen nur bei +1,0. Damit liegen beide Bewertungen auf dem Niveau des Vorjahres.

Für die Hamburger Unternehmen gibt es aber auch Herausforderungen: 34 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten von Stromausfällen betroffen gewesen zu sein. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. „Aktive Maßnahmen von Hamburger Unternehmen im Rahmen der Energiewende können die traditionell sehr hohe Versorgungssicherheit in Hamburg künftig noch zusätzlich stärken", so Dürre. Bei den Strompreisen zeichnet sich hingegen eine leichte Entspannung ab: Bei 59 Prozent der befragten Betriebe sind die Preise gleich geblieben. Allerdings sind sie bei 34 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen – bei Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern sogar bei 49 Prozent.

Fast drei Viertel der Unternehmen gaben an, dass sie aktiv eine Steigerung der Energieeffizienz verfolgen oder Maßnahmen planen. Die Hamburger Wirtschaft reagiert damit auf die Veränderungen in der Energiewirtschaft und -politik. Die Handelskammer bietet hierzu für ihre Mitgliedsunternehmen seit vielen Jahren eine Einstiegsberatung vor Ort an. „Mit diesem Angebot hilft die Handelskammer vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, Möglichkeiten zur Senkung der Betriebskosten zu identifizieren“, so Dürre. Die wichtigste Forderung der Unternehmen an die Politik ist laut Befragung die Senkung von Steuern und Abgaben auf den Strompreis (45 Prozent). Fast ein Drittel fordert den Ausbau der Stromnetze, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten. Ein weiteres knappes Drittel der befragten Betriebe fordert von der Politik, mehr für die Erreichung der Klimaziele zu unternehmen.

An der Befragung für das Energiewendebarometer nahmen 107 Hamburger Unternehmen teil. Auf Bundesebene führte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Befragung durch. Insgesamt beteiligten sich bundesweit 2 250 Betriebe. Das vollständige Energiewendebarometer ist abrufbar unter www.hk24.de/energiewendebarometer.

Die Handelskammer ist seit 1665 die Selbstverwaltung der gewerblichen Hamburger Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung, ist kundenorientierter Dienstleister für unsere Mitgliedsfirmen und unabhängiger Anwalt von Markt, Wettbewerb und Fair Play. Wir beraten Unternehmen, wir bündeln Interessen und wir bilden Menschen. Über 700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen engagieren sich ehrenamtlich bei uns als gewählte Vertreter ihrer Branchen in über 30 Gremien. Sie tragen entscheidend zur Meinungsbildung der Handelskammer bei. Außerdem nehmen 4.000 ehrenamtliche Unternehmensvertreter die Prüfungen in der dualen Berufsausbildung ab, die uns der Staat per Gesetz als hoheitliche Aufgabe übertragen hat. Unser Leitsatz heißt: „Wir handeln für Hamburg.“

Quelle: HK Hamburg

Handelskammer veröffentlicht Hamburger Energiewendebarometer 2017 - Foto: fotolia.de - yui
Sie erhalten unseren Newsletter regelmäßig mit wichtigen Neuigkeiten.

0 Kommentare

Mehr in der Storyline Erneuerbare Energien

Navigation
Copyright © 2018 www.supply-magazin.de Alle Rechte vorbehalten Über uns AGB Widerrufsbelehrung Datenschutzhinweise Mediadaten